Deponie Pfuhl

Deponien Pfuhl - Deponiesickerwasser

Deponiesickerwasser

Das Niederschlagswasser wird zum Großteil über die Oberflächenentwässerung abgeleitet und über Versickerungsbecken in den Untergrund versickert. Dennoch dringt ein gewisser Anteil der gefallenen Regenmenge durch die mineralische Oberflächenabdichtung in den Müllkörper ein, durchsickert diesen und wird letztendlich über das auf der Deponiebasisabdichtung befindliche Sickerwasserleitungssystem erfasst.

Im Jahresmittel fällt ca. 5% der Regenmenge als Deponiesickerwasser an. Diese Sickerwassermenge ist auch durchaus gewollt, da sie den Müllkörper durchfeuchtet und damit zu einer Umsetzung und somit zur Inertisierung der Abfälle führt. Bei der Wahl der Ausgestaltung der Oberflächenabdichtung wurde daher auf die eigentlich standardmäßig vorgeschriebene Kunststoffdichtungsbahn bewusst verzichtet. Eine solch absolute Dichtung hätte das Schadstoffpotential lediglich konserviert.

Das Deponiesickerwasser wird zunächst im Sickerwasserbecken gesammelt. Dieses Becken hat ein Fassungsvermögen von 200 m3 und dient als Pufferbehälter. Bevor nun das Sickerwasser in die Kanalisation der Stadt Neu-Ulm eingeleitet werden kann, erfolgt zur Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Einleitwerte eine Vorreinigung. Hierzu musste eine Sickerwasserbehandlungsanlage errichtet werden, welche im November 2002 fertig gestellt wurde.

Zuerst werden die Schwebstoffe über einen Mehrschichtfilter (Kies- und Sandfilter) abgeschieden und in das Sickerwasserbecken rückgespült. Daran anschließend durchläuft das Sickerwasser in Reihe geschaltete Aktivkohlebehälter. Die Aktivkohle adsorbiert die Schadstoffe.

Hausmülldeponie Pfuhl – Grundwasser

Neben der kontrollierten Erfassung und Entsorgung des Sickerwassers aus dem Deponiebereich wird das gesamte Umfeld der HMD Pfuhl im Hinblick auf die Grundwasserqualität laufend überwacht. Die eigens hierfür errichteten Grundwasserpegel werden vierteljährlich durch ein Fach-Labor analysiert.