Emissionsbericht MHKW Weißenhorn

Emissionsbericht MHKW Weißenhorn

Die Luft ist rein!

Bekanntmachung des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises Neu-Ulm
vom 20. Februar 2019 über die Verbrennungsbedingungen und Emissionsdaten
für das Müllheizkraftwerk Weißenhorn im Berichtsjahr 2018.
Entsprechend § 23 der Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen (17. BImSchV) veröffentlicht der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Neu-Ulm die Emissionsmessungen und Verbrennungsbedingungen für das Berichtsjahr 2018. Im Müllheizkraftwerk Weißenhorn wurden im Jahr 2018 insgesamt 107.494 t Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle energetisch verwertet. Die dabei erzeugte Wärme wurde zur Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt.

Betreiber der Abfallbehandlungsanlage
Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Neu-Ulm
Daimlerstraße 36
89264 Weißenhorn
Ansprechpartner: Herr Matthias Ziegler - Betriebsleiter
Tel 07309/878 0
Berichtszeitraum
01.01.2018 bis 31.12.2018

Anlage
Abfallkraftwerk mit zwei Ofenlinien, je Ofenlinie 7,5 t/h Durchsatz

Verbrennungsbedingungen
Folgende Bedingungen sind einzuhalten: Mindesttemperatur nach der letzten
Verbrennungsluftzuführung 850° C bei einer Verweilzeit von 0,6 s.
Es kam in wenigen Fällen vor allen beim Anfahren der Anlagen aus Stillständen oder bei Schwankungen der Kesselleistung zu Unterschreitungen der geforderten Feuerraumtemperatur von 850°C. Diese Unterschreitungen hatten keinen Einfluss auf die Emissionen. Die Bedingungen Verweilzeit wurden im Berichtzeitraum eingehalten.

Abgasreinigung
Fünfstufige Rauchgasreinigung mit Trockensorption und Kalkmilch, Gewebefilter, Wäscher,
Festbettfilter und Entstickung

Emmisionen
Prüfinstitut: DEKRA Umwelt GmbH

Kontinuierlich gemessene Emissionswerte

MEHR 

Diskontinuierlich gemessene Emissionswerte

MEHR

Bewertung der Emissionssituation

Es traten nur Überschreitungen bei den Halbstundenmittelgrenzwerten (HMW) auf. Alle Tagesmittelgrenzwerte (TGW) wurden eingehalten. Die Grenzwertüberschreitungen bei den Halbstundenmittelwerten wurden insbesondere durch  Programmier- und Wartungsarbeiten oder  Bedienereingaben verursacht.
Betroffen waren hauptsächlich CO, Staub, C-Gesamt und NH3. Insgesamt bedeutet dies, dass es in < 0,1 % der Jahresbetriebszeit zu Überschreitungen der Halbstundenmittelgrenzwerte bei den kontinuierlich gemessenen Parametern kam.
Bei C-Gesamt wurde eine Überschreitung registriert, die aber auf erhöhte CO-Werte und nicht auf erhöhte organische Verbindungen zurückzuführen war.
Einige CO-Überschreitungen traten durch ungünstige Feuerführung bei der Kessellinie 2 auf, die Feuerleistungsregelung wurde daraufhin angepasst.
Die Überschreitungen aufgrund von Betriebsstörungen und im Anfahrbetrieb der Anlagen blieben auf dem Vorjahresniveau.

Die Ursachen der Überschreitungen stellen sich wie folgt dar:

 

  • 54 % der HMW – Überschreitungen wurden durch Programmier- und Wartungsarbeiten verursacht
  • 21 % der HMW – Überschreitungen traten durch ungünstige Verbrennungsbedingungen auf, nasser Müll und Müll mit niedrigem Heizwert
  • 18 % der HMW – Überschreitungen traten kurz nach dem Anfahren der Anlagen auf.
  • 7 % der HMW – Überschreitungen wurden durch kleinere Anlagenstörungen verursacht (Ausfall Saugzug und Rohgasmessung CO)

 

Prüfung der Messeinrichtungen

 Die jährlichen Funktionsprüfungen, Kalibrierungen und Validierungen der automatischen Emissionsmesseinrichtungen wurden von der DEKRA Automobil GmbH, München vom
11.06.2018 bis 15.06.2018 erfolgreich durchgeführt.