Emissionsbericht MHKW Weißenhorn

Emissionsbericht MHKW Weißenhorn

Die Luft ist rein!

Bekanntmachung des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises Neu-Ulm vom
21. Januar 2020 über die Verbrennungsbedingungen und Emissionsdaten für
das Müllheizkraftwerk Weißenhorn im Berichtsjahr 2020

Entsprechend § 23 der Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen (17. BImSchV) veröffentlicht der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Neu-Ulm die Emissionsmessungen und Verbrennungsbedingungen für das Berichtsjahr 2020. Im Müllheizkraftwerk Weißenhorn wurden im Jahr 2020 insgesamt 109.923 t Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle energetisch verwertet. Die dabei erzeugte Energie wurde zur Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt.

Betreiber der Abfallbehandlungsanlage
Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Neu-Ulm
Daimlerstraße 36
89264 Weißenhorn
Ansprechpartner: Herr Matthias Ziegler - Betriebsleiter
Tel 07309/878 0
Berichtszeitraum
01.01.2020 bis 31.12.2020

Anlage
Müllheizkraftwerk Weißenhorn, Daimlerstraße 36, 89264 Weißenhorn
mit zwei Ofenlinien, je Ofenlinie 7,5 t/h Durchsatz

Verbrennungsbedingungen
Folgende Bedingungen sind einzuhalten: Mindesttemperatur nach der letzten
Verbrennungsluftzuführung 850° C bei einer Verweilzeit von 0,6 s.
Es kam in wenigen Fällen, vor allen beim Anfahren der Anlagen aus Stillständen oder bei Schwankungen der Kesselleistung, zu Unterschreitungen der geforderten Feuerraumtemperatur von 850°C. Diese Unterschreitungen hatten keinen Einfluss auf die Emissionen. Die Bedingung Verweilzeit wurden im Berichtzeitraum eingehalten.

Abgasreinigung
Das Müllheizkraftwerk Weißenhorn hat eine fünfstufige Rauchgasreinigung mit
Trockensorption und Kalkmilch, Gewebefilter, Wäscher, Festbettfilter und Entstickung

Emmisionen
Prüfinstitut: DEKRA Umwelt GmbH

Kontinuierlich gemessene Emissionswerte

MEHR 

Diskontinuierlich gemessene Emissionswerte

MEHR

 

  

Bewertung der Emissionssituation

 

Es traten nur Überschreitungen bei den Grenzwerten der Halbstundenmittelwerte (HMW) auf. Alle Tagesmittelgrenzwerte (TGW) wurden eingehalten. Die Grenzwertüberschreitungen traten hautsächlich beim oder kurz nach dem Anfahren der Anlagen auf.

Betroffen waren CO und Staub. Insgesamt betrachtet bedeutet dies, dass es in 0,004 % der Jahresbetriebszeit zu Überschreitungen der Halbstundenmittelgrenzwerte bei den kontinuierlich gemessenen Parametern kam.

Die Anzahl der Überschreitungen war ca. 80 % niedriger als im Vorjahr.

 

 

Die Ursachen der Überschreitungen stellen sich wie folgt dar:

 

  • 11 % der HMW – Überschreitungen traten bei der TÜV Prüfung der Kesselschutzkriterien auf
  • 22 % der HMW – Überschreitungen traten im Normalbetrieb der Anlage auf
  • 67 % der HMW – Überschreitungen traten kurz nach dem Anfahren der Anlagen auf.

 

  Prüfung der Messeinrichtungen

 

Die jährlichen Funktionsprüfungen, Kalibrierungen und Validierungen der automatischen Emissionsmesseinrichtungen wurden von der DEKRA Automobil GmbH, München vom
22.06.2020 bis 26.06.2020 erfolgreich durchgeführt.